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Das Haus Gottshalden liegt auf einer Hochebene zum Zürichsee. Das Umfeld ist landwirtschaftlich geprägt, ein Grünraum hoher Qualität. Der Baukörper ist durchgebildet, holzig und scharfkantig, reduziert. Die möbelartig-hölzerne Hülle umschreibt die Fassaden und die Dächer. Die Materialisierung wird durchgehend, konstant gehalten. Die verschiedenen Geometrien vermitteln dem Baukörper die Plastizität während dem die aussen bündig eingesetzten Fenster durch die hellen, inneren Leibungen unterstützt werden. Der L-förmige Grundriss wird in der Vertikalen durch eingeschobene Ebenen auf einem Splitlevel organisiert.

Die massiven Sichteichendielen überspannen in Verbundbauweise die Räume. Das statische Abbild der Decken- und Bodenflächen vermittelt die Wärme des Materials in den Raum. Die Ausrichtung der Räume wechselt sich geschossweise ab. Licht und Schatten, Enge und Weite, eine kaskadenförmig angelegte Treppe; die Innenräume atmen, sind vielfältig angelegt, exakt gefügt in der umschliessenden Hülle. Die Fenster rahmen Bilder der Umgebung. Die Lüftung erfolgt über geschlossene Fenstertüren, die Sicht des Betrachters bleibt ungestört. Bei Dämmerung beginnt das warme Innenleben zu leuchten. Das Haus reduziert sich zu einer nahezu graphisch anmutenden Gestalt, wobei die minimalen Abstände zu den Traufen und Ecken zu verschwinden drohen.

Auszeichnung  „best architects 2013“, Düsseldorf, D

Auszeichnung „Architizer A+ Award 2013“, New York, USA

Auszeichnung „Hise Award 2013“, Ljubljana, Slowenien

 

 

Architektur:
Rossetti + Wyss Architekten AG, Zürich
Projektleiter:
Claudio Sticca
Tragkonstruktion:
Dr. Lüchinger+Meyer Bauingenieure AG, Zürich
Elektroplanung:
Zürcher Elektroplanungen AG, St. Gallen
HLS-Ingenieur:
Geiger AG, Wädenswil
Bauphysik:
BWS Bauphysik AG, Winterthur
Auftragsart:
Direktauftrag
Ausführung:
Oktober 2010 bis Mai 2012
Fotos:
© Jürg Zimmermann, Zürich